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Pilzverein Rehna
Montag, 04 Juli 2011 04:05

Pilz des Jahres 2012

geschrieben von

Cantharellus cinereus Pers.: Fr., Grauer Leistling

Lateinischer Name: Cantharellus cinereus Pers.: Fr.

Deutsche Namen: Grauer Leistling


Grauer LeistlingEin unscheinbarer Geselle ist der Graue Leistling. Mit seinen graubraunen Tarnfarben ist er schwer im Herbstlaub auszumachen. Es sei denn, er wächst zwischen gelb verfärbten Hainbuchenblättern, wie auf unserem wunderschönen Bild des Pilzfotografen und Hobby-Mykologen Marco Gebert. Mit seinem trichterförmigen Hut, den grauen Leisten auf der Hutunterseite und dem braunen Stiel ähnelt er dem Trompeten-Pfifferling. Der Fachmann erkennt schon aus dem lateinischen Namen „Cantharellus cinereus", dass der graue Leistling tatsächlich mit dem Pfifferling verwandt ist. In Deutschland gibt es sogar sechs verschiedene Pfifferlingsarten. Der wohl bekannteste unter ihnen ist der beliebte Speisepilz „Cantharellus cibarius", der Pfifferling oder Eierschwamm.

Cantharellus cinereus

Alle Pfifferlingsarten sind sog. Mykorrhizapilze. Sie leben in Symbiose mit unseren Waldbäumen. In dieser Lebensgemeinschaft tauscht der Pilz mit dem Baum lebenswichtige Nährstoffe aus. Die Fruchtkörper des Pfifferlings, den wir im Wald sammeln können, ist jedoch nicht der alleinige Pilz. Im Waldboden wächst, für uns unsichtbar, das Pilzgeflecht des Pfifferlings. Dieses Pilzgeflecht schlägt, wie man heute weiß, von seiner Flächenausdehnung und seiner Lebensdauer alle Rekorde. Zum Beispiel kann der Hallimasch als Parasit mit seinem Pilzgeflecht viele Hektar Boden durchdringen und dabei älter werden als alle bekannten Lebewesen.

Der Graue Leistling ist, wie alle anderen Pfifferlingsarten der Gattung „Cantharellus", durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Allerdings hat der Gesetzgeber hier eine Ausnahmeregelung erlassen, die es dem Pilzgourmet erlaubt Pfifferlingsarten in geringen Mengen für den eigenen Bedarf in der Natur zu sammeln. Dies schließt demzufolge das kommerzielle Sammeln für Restaurants aus. Pfifferlinge, die auf dem Markt angeboten werden stammen hauptsächlich aus den baltischen Staaten, Russland und dem Balkan. In der Presse gab es in letzter Zeit immer wieder alarmierende Berichte über verdorbene Ware, bedingt durch die langen Transportwege und Lagerung. Hier heißt es für den Verbraucher genau hinschauen.

In Deutschland kann der Graue Leistling in jedem Bundesland gefunden werden. Er ist nicht selten unter Rotbuchen zu finden. Eine Verbreitungskarte aus dem Datenbestand der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zeigt, dass die Fundmeldungen in Deutschland mit Sicherheit noch lückig sind. Eine Karte de Fundmeldungen im Dokumentenblock auf der rechten Seite abgerufen werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat den Grauen Leistling zum „Pilz des Jahres 2012" gewählt um auch auf nahe Verwandte Arten des weitbekannten Markt-Pfifferlings aufmerksam zu machen.

Fotos: Torsten Richter

aus  http://www.dgfm-ev.de



Sonntag, 19 Februar 2012 16:34

Einladung zur Mitgliederversammlung 2012

geschrieben von

An die Mitglieder des Pilzvereines

Einladung zur Mitgliederversammlung

des Pilzvereines „Heinrich Sternberg Rehna e.V.“

 am Freitag, den 23.3.2012, um 19.00 Uhr

Ort_der_Mitgliederversammlung_Muehlenstrasse_13(Achtung!!! aus Platzgründen wieder wie vergangenes Jahr)

im neuen Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde, Mühlenstr. 13!!!

(Parkplätze in der Mühlenstr. und auf dem Marktplatz nutzen)

Tagesordnung der Mitgliederversammlung

1. Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden Torsten Richter

2. Bericht des Vorstandes Torsten Richter

3. Finanzbericht Volker Jödicke

4. Planung Aktivitäten und Projekte 2012 Volker Jödicke/ Torsten Richter

5. Verschiedenes und Anfrage

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung möchten wir, wie immer, in gemütlicher Runde mit einem kleinen Imbiss zurückschauen auf das Pilzjahr 2011!


Mit pilsigen Getränken, einem Glas Wein und einer Pilzsuppe oder Schmalzstullen soll der Abend ausklingen.
Bitte nutzt die unkomplizierte Möglichkeit der Beitragszahlung für das Jahr 2012.


Wir bitten um rege Teilnahme an der einzigen Mitgliederversammlung des Jahres. Teilnahmebestätigung wird erwünscht um Essen und Getränke zu planen.

Der Vorstand


Torsten Richter
Vorsitzender Pilzverein Heinrich Sternberg e.V.


PS.: Wer sich gerne mit kulinarischen Köstlichkeiten am Buffet beteiligen möchte, bitte melden per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Tel. 038872/ 51071.

 

Montag, 09 Januar 2012 22:20

Farbenfroher Start ins Pilzjahr 2012

geschrieben von

 

img 7937



Wir wünschen allen Mitgliedern und Sponsoren des Pilzvereins „Heinrich Sternberg“ e.V.







img 7925Österreichischer Prachtbecherling (Sarcoscypha austriaca)gefunden am 02.01.2012 am Ratzeburger See von Alexander Glomb

 


ein Frohes, erfolgreiches und gesundes Pilzjahr 2012

Vorstand des Pilzvereins "Heinrich Sternberg" e.V.


Sonntag, 08 Januar 2012 20:32

Pilzrückschau 2011

geschrieben von

Dankbare Pilzrückschau 2011

von "Pilz-Diakon" Matthias Krause

 

„Herr, wie sind deine Werke so groß und viel!

Du hast sie alle weise geordnet

und die Erde ist voll deiner Güter.“

 

Psalm 104, Vers 24


Coprinus laanii

Foto: Torsten Richter

DSCF9428  

Foto: Matthias Krause     

Hinweis:  alle weiteren Fotos, wenn nicht anders angegeben, sind ebenfalls von M. Krause

Endlich Weihnachten für mich, denn heute ist der 27. Dezember. Mein erster freier Tag nach dem ganzen Weihnachtstrubel. Das Weihnachtskonzert ist erfolgreiche Geschichte, das Krippenspiel ebenso. Es gab viel beruflichen Stress, noch nicht einmal die Dezemberausgabe des Tintlings konnte ich lesen, dabei hatte ich sie immer in meiner Notentasche mit dabei, damit ich die Heilig-Abend-Predigt nicht vier mal hören musste (so gut sie auch war).Unser Besuch hat sich für ein Weilchen aus dem Staube gemacht. Meine schönsten Weihnachtsgeschenke liegen unter dem Christbaum: handbemalte Pilzstrümpfe, ein T-Shirt mit Pilzmotiven und ein schönes neues Pilzbuch. Beim heutigen Nachmittagsspaziergang entdeckten wir im Zentrum Rehnas tatsächlich hunderte Speisepilze. Welche? Auflösung am Ende des Berichtes. Wer jetzt schon nachschaut, wird 2012 kaum Pilze finden !!!

Es wird Zeit für das erste Foto.

DSCF8143

Nun der Versuch, mich anhand kurzer Notizen und vieler Fotos an das Pilzjahr 2011 zu erinnern. Los geht’s:                                                                                                                                                                                                                                                                          Am 19. Januar, einen Tag vor dem Geburtstag meiner Mutter, fiel mir ein, dass ich noch gar kein Geschenkt für sie habe. Also ab ins Roggendorfer Moor! So beginnt dieser Jahresrückblick mit einem fast typischen Foto: Samtfußrüblinge (Winterpilze) und Judasohren. Zwei Auffälligkeiten sehe ich in Nachhinein - es fehlen Austernseitlinge und im Zentrum des Fotos befindet sich ein golgelbe Zitterling. Genau kann ich mich an den Zeitpunkt nicht mehr erinnern, als ich beschloss, keine Austernseitlinge mehr zu ernten, da sie eigentlich nach nichts schmecken. Wahrscheinlich war es nach einem Austerngulasch im Spätherbst 2010. Seither genieße ich diese Pilze lieber visuell als winterliche Zierde der Natur. Gernauso wie den Goldgelben Zitterling, den ich außer dem samtigen Geburtstagsgeschenk für meine Mutter im Januar reichlich fand. Hier ein paar Fotos von den ersten Pilzfreuden 2011.

DSCF8145

Der goldgelbe Zitterling - essbar, wenngleich geschmacklos - ist wirklich eine Zierde des Waldes, zumal im Winter, wenn nicht einmal Schnee die Landschaft verzaubert und kaum Farben die Natur verschönen. Das habe ich auch auf der Homepage unseres Pilzvereines deutlich gemacht.

DSCF8159             DSCF8160

 

Freitag, 16 Dezember 2011 08:02

100. Geburtstag Heinrich Sternbergs

geschrieben von

Ehrenbürger der Stadt Rehna seit 1995 und Namensgeber des Rehnaer Pilzvereins

Heinrich Sternberg bearbeitetHeinrich Sternberg – ein mecklenburgisches Urgestein! Viele Bürger Rehnas, aber auch aus der Umgebung unseres beschaulichen Städtchens an der Radegast können sich noch an ihn erinnern.

Geboren am 29.Oktober 1911 in Dalkendorf bei Teterow. Nach dem Abitur und dem Besuch der Hochschule für Lehrerbildung in Rostock wurden westmecklenburgische Dörfer wie Badow (1934- 37) und Neuendorf (1937- 39) zu Stationen seines Lebens.

Nach dem Krieg fand Heinrich Sternberg 1953 dann den Weg in unser grünes Städtchen an die Zentralschule Rehna (Unterricht wurde von 19 hauptamtlichen und 4 nebenamtlichen Lehrern erteilt, 22 Klassen, 686 Schüler).

In diesem Zeitraum fällt auch die Neueinrichtung der 9. Klasse, damit war der Grundstock für die Oberschule Rehna gelegt.

Bis 1976 war er an der Polytechnischen Oberschule Rehna als Lehrer tätig.

Donnerstag, 10 November 2011 18:22

Neue Pilzart für Mecklenburg-Vorpommern entdeckt

geschrieben von

Milder Herbst macht Pilzfreunde glücklich

bei VietluebbeEine herrliche Pilzwanderung bei schönstem Herbstwetter erlebten die Rehnaer Pilzfreunde bei Vietlübbe.Rehna-Vietlübbe. Auch am vergangenen Sonnabend hatten die Rehnaer Pilzfreunde Wettergott Petrus wieder auf ihrer Seite. Sonne pur und milde Temperaturen empfingen die kleine Schar von Pilzfreunden im märchenhaft bemoosten Fichtenwald bei Vietlübbe. Die Vielzahl von Stubben, welche den sanftweichen Moosteppich durchbrechen bieten derzeit einigen Pilzen noch gute Wachstumsbedingungen. Gilt in vielen Gegenden die Pilzsaison bereits als beendet hat der Spätherbst in unserer Region doch noch einiges zu bieten, besonders wenn sich das aktuelle Wetter von seiner besten Seite zeigt. Wohlschmeckende Speisepilze wie Rauchblättrige Schwefelköpfe (Foto) und Violette Rötelritterlinge (Foto) haben derzeit Hochsaison und sind in bester Qualität und madenfrei zu sammeln. Beide Arten füllten schnell die Körbe und Zufriedenheit machte die Runde. Die frische Pilzpfannne war also gesichert. Natürlich stand neben dem Kennenlernen der wichtigsten Speisepilze und deren Doppelgänger auch wieder die sogenannte Kartierung, d.h. Erfassung aller Pilzarten eines Gebietes auf der Tagesordnung. „Ich möchte gerne wieder neue Arten kennenlernen, auch wenn sie nicht essbar sind ", so Vereinsmitglied und Diakon Mathias Krause aus Rehna. Und das sollte auch klappen. Die Speisepilzration war bereits „abgearbeitet", da leuchteten auf einem bemoosten Fichtenstubben, kleine völlig bemehlte Pilze.

 

Entspannung purPilzfreundrundum zufrieden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graumehliger Holz_TintlingCoprinus laaniiSchwefelkopf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Fund der in die Kategorie „noch nie beobachtet" gehörte, eine neue Tintlingsart ? Behutsam wurde der Fund in einer mit Moosen ausgelegten Dose für die mikroskopische Untersuchung in „Sicherheitsverwahrung" genommen. Auf dem Rückweg hielt Mathias Krause kurz darauf schon die nächste Rarität in seinen Händen. Das Medusenhaupt (Psathyrella caput-medusae) hatte er in reichlich Exemplaren an einem Fichtenstubben entdeckt. Die seltene Art ist stark im Rückgang und hat einen auffällig starken süßlich-fruchtigen Geruch. Völlig entspannt und mit reichlich Pilzen zu Hause angekommen wartete schon das heimischen Mikroskop. Ausgiebige Untersuchungen und Internetrecherchen führten letztendlich zum Ergebnis. Mathias Krause und Torsten Richter hatten eine in Mecklenburg-Vorpommern bislang unbekannte Pilzart entdeckt, den Bemehlten Holz-Tintling (lat.: Coprinus laanii, Foto). Zu seiner unmittelbaren „Verwandtschaft" gehören der essbare Schopftintling und der Faltentintling, beide sind wesentlich größer und dürften vielen Pilzfreunden ein Begriff sein.

MedusenhauptPsathyrella caput_medusaeImmerwieder kommen seltene bzw. interessante Arten auf den Wanderungen des Rehnaer Pilzvereins zum Vorschein. Einige dieser Funde werden auch im gerade erschienen, 612 Seiten starken Buch „ Die Pilze von Mecklenburg-Vorpommern" von Prof. Dr. Hanns Kreisel erwähnt und sind für Jedermann nachlesbar. Eine besondere Würdigung die die Arbeit des Rehnaer Pilzvereins so erfährt.

Abschließend wurden gemeinsam die Pilzkörbe durchgesehen und der Termin für die nächste Wanderung festgesetzt. Da es allen so gut gefallen hat, heißt es schon am kommenden Sonntag wieder ab in den Herbstwald zum Pilze suchen und sammeln. Also Treff ist um 9.30 Uhr vor dem Langen Haus in Rehna.

 

Violette RoetelritterlingRoetelritterling

Gefleckten Rueblings

Collybia maculata

Montag, 31 Oktober 2011 10:12

Wanderung am 22. Oktober 2011

geschrieben von

an BordAlle Mann an Bord! Gruppenfoto der Pilzwanderung.Bilder von der Wanderung am 22. Oktober 2011

Fast alle Bilder Torsten Richter! 

Wollarten

 

es ging auch um das Färben von Wolle mit Pilzen.....

das Wollbild ist von Jana Muchalski

 

 

 


 

Filzroehrlinggefuellte Koerbe

Stropharia aeruginosa


Gruenspan Traeuschling Spinellus fusigerfaerbung pilzefaerbung mitGeastrum fimbriatumZitterzahn


Artenreichtum bewundert und Pilzpfanne gesichert.

sonnige WanderungZufriedene Pilzfreunde mit gut gefüllten Körben. Eine sonnige Wanderung geht zu Ende.

Rehna-Woitendorf. Der Herbst hat einiges zu bieten und so trafen sich 21 pilzlüsterne Vereinsmitglieder aus Nah und Fern am frühen Sonntagmorgen zur gemeinsamen Wanderung. Die weiteste Anreise hatte der Hamburger Rechtsanwalt Olaf Götz hinter sich, und er sollte es nicht bereuen! Die kräftigen Sonnenstrahlen empfingen nicht nur die Rehnaer Pilzfreunde sondern vertrieben auch schnell die eisige Kälte der Nacht. Ein Wetter wie geschaffen für einen beschaulichen Pilzstreifzug durch die heimischen Wälder. Der Woitendorfer Wald bei Demern mit seinen reichhaltigen Waldstrukturen und wechselnden Bodenarten bot sich wieder einmal als Sammelgebiet an.

Frohgelaut zog man anfangs noch im „Rudel", dann in kleinen Gruppen durchs Unterholz und entdeckte auf den sonnenverwöhnten Waldlichtungen im Moos neben allerlei schmackhaften Hutträgern auch einige Schön- bzw. Seltenheiten. Der Fund des Tages gelang der 74jährigen Ditlinde Lippmann aus Schwerin. An einer kahlen Waldböschung leuchteten wie kleine rote Knöpfe auffällige Pilze. Mit den Worten: "Herrlich, so etwas Schönes habe ich noch nicht gesehen", machte sie Werbung für ihren Fund mit tropischen Outfit und alle Pilzfreunde bewunderten die Schönheit aus Hut und Stiel.Gelborangemilchende Helmling

Funde in den PilzkrbenGemeinsamEinen ebenfalls interessanten, weil ziemlich seltenen Pilz entdeckte Ehemann Eberhard Lippmann. Der ehemalige Lehrer fand den Krausen Leistling und war begeistert. Der Verwandte von Pfifferling und Herbsttrompete ist ein sehr guter Speisepilz, aber ziemlich selten und gehört zu den „stark gefährdeten" Rote Liste Arten unseres Landes.

 

Mennigroter Saftling

Gut gefuellte Pilzkoerbe

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitronengelbe HolzbecherSaftlingsgenussAnsonstenungewoehnlichen Schlauchzitterling waren die gutgelaunten Pilzfrauen und –männer erfolgreich beim Füllen Ihrer luftigen Körbe. Frischer Hallimasch bevölkerte die Stubben und abgekocht ergibt er leckere Pilzgerichte. Recht zahlreich und in Topqualität wanderten auch Herbsttrompeten, Rauchblättrige Schwefelköpfe und Frauentäublinge in die Sammelkörbe.

HallimaschDer Hamburger Olaf Götz war sichtlich zufrieden mit der Ausbeute und seine aus Chile stammende Ehefrau inclusive der vor kurzem das Licht der Welt erblickten Tochter genossen den Sonntagvormittag bei schönstem Herbstwetter im Woitendorfer Edelwald.

ViolettporlingSaftlinge

Im Anschluss wurden auf Wunsch die Pilzkörbe vom Vereinschef erklärend kontrolliert und der nächste Termin festgelegt. Schon am Sonnabend dem 22.Oktober um 9.30 Uhr starten die Pilzfreunde in das nächste Waldgebiet.

 

 

Satfling mannigKorallenreizker

 

 

 

 

 

 

Torsten Richter

Dienstag, 11 Oktober 2011 12:40

Von tödlich giftig bis erquickend schmackhaft

geschrieben von

Pilze über Pilze: Rehaner Verein hat 358 Arten gesammelt und zwei Tage lang im Kloster-Kreuzgang ausgestellt

Exkursion Pilztage

REHNA Er ist knapp zehn Zentimeter lang, hat Ähnlichkeit mit einem Champignon, eine glatte Oberfläche und eine Hutform, die ihm den Namen „Spitzhütiger Knollenblätterpilz" eingebracht hat. „Und er ist absolut tödlich giftig", sagt Volker Jödicke. Jödicke ist stellvertretender Vorsitzender des Pilzvereins „Heinrich Sternberg" Rehna und hat gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Vereins schon viele Pilz-Arten rund um Rehna herum gefunden. „Aber diesen, den haben wir hier noch nie gefunden."

Jetzt ist der Giftpilz in der stattlichen Sammlung, die die Vereinsmitglieder und Schüler der Rehnaer Regionalschule seit Mittwoch vergangener Woche in der Region gefunden haben und liebevoll im Kreuzgang der Klosteranlage ausgestellt haben.

Während die ersten Besucher die unterschiedlichsten Sorten begutachten, hat sich an diesem Morgen schon eine große Schar gefunden, um in den umliegenden Wäldern weitere Sorten ausfindig zu machen. In zwei Gruppen aufgeteilt, haben sich rund 70 Pilzsucher aufgemacht, um die Sammlung im Kloster auf insgesamt 358 Arten anzureichern.

Da wurden die Kinder des evangelischen Kindergartens in Rehna zu Forschern und Entdeckern.

matti waldEltern, Erziehern und „Pilzdiakon“ Matthias Krause ab in den Woitendorfer Wald

 

 














Am 8. Oktober, einem sonnigen Sonnabendvormittag, ging es mit Eltern, Erziehern und „Pilzdiakon" Matthias Krause ab in den Woitendorfer Wald.

Was es bei den Pilzen alles zu bestaunen gab:

  • von großen Steinpilz bis zum winzigen Ästchenzwergschwindling
  • vom roten Täubling bis zum Lila Lackpilz
  • vom kugelrunden Hexenei bis zum salatähnlichen Riesenporling
  • vom nach Marzipan duftenden Wurzelndem Fälbling bis zum nachKnoblauch riechenden Knoblauchschwindling
  • von den Röhren des Rotfüßchens über die Lamellen des Fliegenpilzes bis zu den Stoppeln des Semmelstoppelpilzes

matti wald2matti wald3matti wald4Die nettesten Speisepilzfunde waren ein paar Steinpilze, drei flockenstielige Hexenröhrlinge und etliche Semmelstoppelpilze.

Außerdem beginnt die Hallimasch-Saison. Mein Mittagessen war dann eine leckere Reis-Pilzpfanne.

Dieser Vormittag gehörte noch zum Erntedankfest. Da geht es in der Regel um Korn und Obst und Gemüse. Aber in diesem Jahr ging es auch um Tiere - und zu guter Letzt nun auch um die Pilze.

„Pilzdiakon" Matthias Krause

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Giftnotruf: 0361 730 730

16. Tage der Pilze

  • Kunstlehrerin Tina Kühnapfel (rechts) und Schüler präsentieren einige Zeichnungen für die Pilzausstellung

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    Pilz des Jahres 2015

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    Eine besonders schöne und ungewöhnliche Art aus der Gruppe der Korallenpilze mit dem wissenschaftlichen Namen

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    Lateinischer Name: Entoloma incanum (Fr.: Fr.) Hesler
    Deutsche Namen: Braungrüner Zärtling



    Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat den Pilz des
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