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Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Exkursion

Endlich wieder gemeinsam raus in die Pilze….

Rehna. Woitendorf. ……so die einhellige Meinung der Rehnaer Pilzfreunde! Besonders freuten sich auch die aus Hamburg und Gr.Grönau stammen Mitglieder. Sie dürfen nun auch wieder dabei sein, sozusagen als Pilztouristen. Das Corona Jahr hatte auch auf viele Aktivitäten des Pilzvereins seinen Stempel aufgedrückt. Am Sonnabend ging es aber nun endlich los. Der Lieblingswald der Rehnaer stand zum Auftakt auf dem Programm. Bei herrlichem Wetter mit viel Sonne folgten 19 froh gelaunte Mitglieder und zwei Hunde dem Lockruf der Pilze. Mit großem Abstand ging es gemeinsam durch die verschiedenen Waldbereiche des Woitendorfer Waldes und allmählich füllten sich auch die luftigen Körbe. Im Fichtenwald drückten sich junge Rotfußröhrlinge, Waldchampignons und einige Maronen durch den weichen Teppich aus Moosen. Frische Steinpilze und Flockenstielige Hexenröhrlinge versteckten sich im lichten Buchenwald und auf Totholz gaben sich Rehbraune Dachpilze die Ehre. Ihr zarter Duft nach Rettich ist sehr markant. Einen Stubben voller Köstlichkeiten entdeckte Katrin Richter. Leckere Stockschwämmchen hatte sie gefunden und „verschenkte“ den mit Pilzen besetzten Stubben an Familie Götz aus Hamburg. Leonie (9) und Maria Katalina (26) machten sich ans Ernten. Aber Halt! Zuerst wurden die bildschönen Stockschwämmchen mit Handy & Kamera festgehalten. Einen seltenen Röhrling entdeckte Pilzfreund Heinz Carlsson. In einem feuchten Buchenwaldbereich fand er den Wuzelnden Bitterröhrling (lat.: Caloboletus radicans). Wenn er nicht giftig und bitter wäre, könnte er locker eine Pilzpfanne füllen. Ein schöner Fund!
Für die Artenkenntnis wurde natürlich auch wieder etwas getan. Immer wieder wurden Merkmale am „lebenden Objekt“ erläutert und so das sichere Sammeln gefördert! Nach der Sammeltour wurden die Pilzkörbe kontrolliert. Dazu legten die einzelnen Sammler ihre Pilze aus und Vereinschef Richter erläuterte Namen, Merkmale und gab Hinweise zu Speisewert und Ökologie. Natürlich mit Abstand und viel frischer Luft dazwischen.
Es gab jedenfalls allerhand zu lernen. Die vielen erklärenden Worte und das Begutachten der gefunden Hutträger kamen gut an und waren sehr anschaulich. „Endlich mal Zeit zum Kennenlernen der Arten und nicht nur abschneiden und ab in die Pfanne.“ So die verbreitete Meinung der Vereinsmitglieder. Wenn auch die meisten Pilzfreunde eine kleine Mahlzeit in ihren Körben hatten so bleibt doch die Erkenntnis: Es geht los mit den Pilzen, wenn auch die Artenvielfalt noch Wünsche offen lässt. Es besteht aber begründete Hoffnung, denn die Saison geht bis in den Dezember hinein.

Fotos und Text: Torsten Richter, Vorsitzender Pilzverein

 

  • Mächtige Fruchtkörper bildet der Wurzelnde Bitterröhrling giftig TR
  • Leonie am Stockschwämmchenstubben TR
  • Die gesammelten Pilze werden geordnet
  • Stockschwämmchen vorzüglicher Speisepilz TR
  • Wurzelnder Bitterröhrling giftig TR
  • Räumlich versetztes Gruppenfoto unter Coronabedingungen
  • Uwe Rüffer und seine Frau haben ihre Funde zur Begutachtung übersichtlich geordnet Fast eine kleine Pilzausstelllung
  • Leonie (re) und Maria Katalina Götz freuen sich über die leckeren Stockschwämmchen
  • Rotfußröhrling eine eßbare Röhrlingsart TR

Publiziert in Aktuell
Mittwoch, 23 Oktober 2019 11:19

Mit einem Team von Euroimmun auf Pilztour

 Mit einem Team von Euroimmun auf Pilztour mit dem Rehnaer Pilzverein Heinrich Sternberg e.V. (Torsten & Katrin Richter) im Lankower Wald. Ein lehr- und pilzreicher Herbsttag bei schönstem Wetter....

  • Ein lehrreicher Tag in toller Gemeinschaft geht dem Ende entgegen. TR
  • Der Violette Rötelritterling, ein guter Speisepilz des Herbstes. TR
  • Der Hallimasch ist ein eßbarer Pilz, der aber vor der Zubereitung abgekocht werden muß. - Kopie
  • Espen-Rotkappen (Leccinum aurantiacum) gab es auch noch zu entdecken. TR
  • Es gab viele Fragen zum Thema Pilze und deren Zubereitung. TR
  • Hallimasch sogar am stehenden Baum. TR
  • Die Euroimmunler auf Pilztour mit dem Rehnaer Pilzverein. Eine schöne Erinnerung. TR
  • Die frohgelaunten Hallimaschfinder im Fichtenforst. TR
  • Korb für Korb und Pilz für Pilz wurden kontrolliert. TR
  • Sorgte für flachliegende Pilzfreunde. Eine schöne Gruppe von essbaren Safran-Schirmpilzen. TR
  • Zur Kontrolle aufgereihte Pilzbeute. TR
  • Das besondere Outfit--die Stinkmorchel (Phallus impudicus). TR
  • Unter den Hut geschaut.....TR
  • Frohgelaunte Pilzfreunde präsentieren ihren Korb mit bunten Pilzen. TR
  • Hallimasch
  • Rauchblättrige Schwefelköpfe gehören zu den besten Speisepilzen des Spätherbstes.
  • Nicht häufig, die Fichten-Koralle (lat. Ramaria flaccida). Nur mikroskopisch zu bestimmen. TR
  • Schirmpilze und deren magische Anziehungskraft ! Fototermin kurz überm Erdboden. TR

 

 
 
Publiziert in Aktuell
Dienstag, 15 Oktober 2019 06:57

Artenreichtum bewundert und Pilzpfanne gesichert.

Hallimasch dominiert derzeit den Herbstwald
Rehna-Botelsdorf. Ein märchenhaft schöner Pilzwald erwartete die Rehnaer Pilzfreunde am Sonnabend bei Botelsdorf. Eckhardt Schlichting hatte nicht zu viel versprochen, als er das Waldgebiet zur Wanderung vorgeschlagen hatte. Sehr gefreut haben sich Alle über die rege Teilnahme der Jugend. Darunter drei ehemalige Schülerinnen der Rehnaer Regionalschule die schon seit Jahren den Pilzverein bei der Ausgestaltung der „Tage der Pilze“ unterstützten. Aber diesmal wollten alle nur einen Korb voller leckerer Speisepilze. Und der Herbst hatte einiges zu bieten!
Frohgelaut zog man anfangs noch im „Rudel“, dann in kleinen Gruppen durchs Unterholz und entdeckte in den von Moosen bedeckten Fichtenbereichen neben allerlei schmackhaften Hutträgern auch einige Schön- bzw. Seltenheiten. Der Fund des Tages war das Schneeweiße Fadenkeulchen (lat.: Typhula spathulata). Die nur ca. ein Zentimeter kleine, keulenförmige Art bildete „eine gesellige Vereinigung“ auf einem morschen Buchenast. Der Pilz wurde in den letzten 100 Jahren erst dreimal in Mecklenburg- Vorpommern gefunden. Das letzte Mal vor genau 15 Jahren.
Mit den Worten: “Herrlich, so etwas Schönes habe ich selten gesehen“, feierten die Pilzfreunde jede der unzähligen und wunderschönen Maronen in bester Speisequalität. Auch eine Krause Glucke (lat.: Sparassis crispa) landete in einem Pilzkorb. Katrin Richter hatte „das sitzende Huhn“ an einer Fichte entdeckt. Maronen, Rotfußröhrlinge, Hallimasch, Steinpilze, Ziegenlippen, Safran-Schirmpilze und Violette Rötelritterlinge wanderten so reihenweise in die luftigen Sammelkörbe, denn sie sind allesamt gute und recht häufige Speisepilze. Besonders der Hallimasch bevölkert derzeit die Stubben und abgekocht ergibt er eine leckere Pilzpfanne oder –suppe.
Die gutgelaunten Pilzfrauen und –männer waren also erfolgreich beim Füllen Ihrer luftigen Körbe. Recht zahlreich und in Topqualität wanderten auch Stockschwämmchen und erste Rauchblättrige Schwefelköpfe beim ehemaligen Rehnaer Schulleiter Uwe Seemann in den Sammelkorb. Zum Abschluss wurden auf Wunsch die Pilzkörbe vom Vereinschef erklärend kontrolliert. „So kann einem nichts passieren und Pilzvergiftungen jeder Art werden vermieden“, brachte es die gut gelaunte Pilzschar auf den Punkt. Erfassung des Pilzinventars, Aufklärungsarbeit und Umweltbildung direkt am Naturobjekt sind wichtige Säulen der Vereinsarbeit der Rehnaer Pilzfreunde.

  • Gruppenfoto in Gr.Hundorf. Im Hintergrund eine Böschung voller Riesenporlingen und Hallimasch...TR
  • Artur Heuckrodt hatte viel Spass beim Pilze sammeln. TR
  • Schönster Hallimasch. TR
  • Die 1.Büschel- oder Frostraslinge. TR
  • Frische Maronen sind begehrte Speisepilze. TR
  • Begutachtung der Funde. TR
  • Alt und Jung gemeinsam auf Pilzpirsch.TR
  • Ina-Marie Wittkopf hatte schöne Stein- und Birkenpilze gefunden. Herzlichen Glückwunsch. TR
  • Der Grünblättrige Schwefelkopf ist giftig und wird mit vielen anderen Pilzen verwechselt. TR
  • Typhula spathulata TR
  • Maronen, Rotfußröhrlinge, Schirmpilze und Wald-Champignons landeten im luftigen Korb von Eckhart.... TR
  • Imposante Fruchtkörper vom Riesenporling und viel Hallimasch an einer Böschung in Gr.Hundorf. TR
  • Leckere Pilze tummelten sich am Ende der Wanderung in den Körben der buntgemischten Pilztruppe. TR
  • Anna-Sophie Ulmer sammelte eine schöne Pilzmahlzeit für ihren Großvater. Eine sehr nette Geste finden wir! TR
  • Jugendliches Gedränge vom Kahlen Büschel-Mürbling (Psathyrella multipedata). TR
  • Kahler Büschel-Mürbling (Psathyrella multipedata). TR

Publiziert in Aktuell
Montag, 30 September 2019 11:31

erfolgreiche Wanderung die Lust auf Mehr macht

Die erste Wanderung des Pilzvereins ist fast ins Wasser gefallen aber davon lassen sich unser Vereinsmitglieder nicht einschüchtern  und folgten unser Einladung doch recht zahlreich. Herrlich frische Speisepilze für ALLE! Schönste Maronen, frische Steinpilze, Ziegenlippen, Rotfüßchen, Birkenpilze, viele Stubben mit erstklassigen Stockschwämmchen und schönen Schirmpilzen. Es war eine sehr erfolgreiche Wanderung die Lust auf Mehr macht und alle waren begeistert. Die Steinpilze sind im Kommen und Paula Schnürl hatte sogar die ersten Herbsttrompeten in ihrem Korb. Frischer Apfel-Streuselkuchen von Kerstin Schnürl erfreute die Pilzfreunde nach der Wanderung und weil es schön war, gibt es am 3.Oktober wieder eine Pilzpirsch für die Vereinsmitglieder. Ausgiebig wurde über die derzeitige Schwemme an Gift- Champignons diskutiert und deren sichere Trennung zu anderen Agaricus-Arten.
Zu den interessanten und nur mikroskopisch bestimmbaren Funde gehört u.a. Ramaria eumorpha.

  • Spitzen der Koralle Ramaria eumorph mit winzigen Wassertröpfchen. TR
  • Nass, aber sehr zufrieden über einen pilzreichen Tag im Woitendorfer Wald. TR
  • Frische Maronen begeisterten die Rehnaer Pilzfreunde.TR
  • Ein Blick in den bunten Korb von unserem Pilzfreund Manfred Belz. TR
  • Gift- Champignon (links) und Anis-Champignon. TR 1
  • Leckere Stockschwämmchen ernteten Edeltraud Fischer und ihr Enkel Linus. TR
  • Schön, aber ungenießbar. Ein Stubben voller Grünblättriger Schwefelköpfe. TR
  • Ramaria eumorpha im moosigen Fichtenforst - eine bizarre Schönheit. TR
  • Schönste Maronen....TR
  • Leucoagaricus leucothites und Agaricus bitorquis TR
  • Ramaria eumorpha TR
  • Roland Lebendig präsentiert seinen Stockschwämmchenkorb. TR

Publiziert in Aktuell
Montag, 12 November 2018 18:16

Gut gelaunt durch den sonnigen Herbstwald

Hallimasch dominiert die regionale Pilzwelt

Rehna. Nach einer frostigen Nacht erwartete die Rehnaer Pilzfreunde am vergangenen Sonntag ein herrlicher Tag ohne Wind und mit Sonne. Und so folgte eine froh gelaunte bunte Schar aus Mitgliedern und Gästen des Rehnaer Pilzvereins „Heinrich Sternberg“ e.V. dem Lockruf der Pilze. Vereinschef Torsten Richter begrüßte alle aufs herzlichste. Für die Herbstwanderung hatten sich die Pilzfreunde diesmal einen Wald bei Gadebusch ausgewählt.
Nach kurzer Begrüßung gings ab in die Wälder und in kleinen Gruppen durchstöberten die Pilzbegeisterten die ausgedehnten, moosigen Fichtenbestände.
Um es vorweg zu nehmen. Der Maronen- und Steinpilzsammler hätte sicher enttäuscht den Wald verlassen. Die Rehnaer Pilzfreunde wussten aber warum sie in den Wald gingen. Gemeinsam an frischer Luft mit netten Vereinsmitgliedern, das hat gerade heute einen besonderen Wert. Aber es gab auch Pilze. Reichlich Hallimasch, Rauchblättrige Schwefelköpfe, wenig Maronen, Violette Rötelritterlinge und einige Krause Glucken wanderten in die luftigen Körbe. Ein Halt auf dem Nachhauseweg brachte dann die Pilzkörbe zum Überquellen. Hallimaschfreunde kamen voll auf ihre Kosten und füllten ihre Sammelutensilien.
Der interessanteste Fund des Tages war aber kein Speisepilz, sondern der Glänzende Lackporling (Ganoderma lucidum). Mandy Heuckrodt entdeckte im moosigen Fichtenforst diese seltene Art, die bislang auf keiner Wanderung festgestellt wurde. Die Chinesen nennen ihn Ling Zhi („Geist-Pflanze“). Weitere gebräuchliche chinesische Bezeichnungen sind „Pilz der Unsterblichkeit“ oder „König der Heilkräuter“. Als Heilpilz findet er in der traditionellen chinesischen Medizin vielseitige Verwendung und gilt dort dem Ginseng ebenbürtig.
Mal sehen was es auf der nächsten Wanderung zu entdecken gibt. Am Sonntag dem 11.November heißt es wieder „ab in die Pilze“.

Publiziert in Aktuell

„Morchelsüchtige“ eröffnen Freiluftsaison am Schweriner See
Rehna – Wiligrad. Um es mal gleich vorwegzunehmen. Es war eine der schönsten Morchelwanderungen die wir jemals erlebt haben. Es stimmte einfach alles und auch das altbekannte Gesetz bewahrheitete sich. Viele Pilzsammler, wenig Morcheln; wenig Pilzsammler, viele Morcheln! Wir waren wenig Pilzsammler am vergangenen Sonnabend……alles klar!

Im Wonnemonat Mai blüht er leuchtend gelb, der Löwenzahn. Und wenn der Löwenzahn die heimatlichen Wiesen und Weiden in ein sattes Gelb taucht, dann schlägt die Stunde für alle morchelsüchtigen Pilzfreunde. Auch die Rehnaer ziehen die Morcheln alljährlich in ihren magischen Bann Und so begab sich gut gelaunt und von der Sonne verwöhnt eine kleine Schar von Mitgliedern des Rehnaer Pilzvereins Heinrich-Sternberg e.V. auf Morcheltour.
Die historischen Kulisse des Schlosses Wiligrad im Rücken, stand dann die bewaldete Uferterrasse entlang des Schweriner Sees im Mittelpunkt des Interesses der Morchelsüchtigen. Das sonnige Wetter machte die Wanderung entlang der Steilhänge am Schweriner See für alle Teilnehmer zu einem wunderbaren Maiausflug an frischer Luft. Entlang des bewaldeten Weges überraschte die Vielzahl interessanter Frühlingsblühern z.B. Einbeere, Alpensockenblume, Aronstab und Schuppenwurz, um nur einige zu nennen. Aber wo waren die Morcheln? Hatten Trockenheit und der z.T. kräftige Wind sie beim Wachsen gestört? Mit Argusaugen wurden die lehmig-sandigen Hänge „abgelupt“ und groß war die Freude bei allen, als dann der Vereinsvorsitzende die erste köstliche Speisemorchel (lat. Morchella esculenta) in der Hand hielt! Dann war das Morchelfieber entfacht und im Verlauf der Wanderung wurden noch viele weitere Morcheln erspäht. Sigrid Melahn schien besonders vom Glück verfolgt zu sein. An einer Stelle hatten sich gleich 8 prächtige Morcheln im Schutze eines alten Buchenstammes entdeckt. Das reichte schon für eine gute Mahlzeit. Auch die „Jungmorchelsammlerin und -sammler“ Ramona Schmidt (Lübeck) und Eckhardt Schlichting (Gadebusch) waren erfolgreich. Sie hatten ihre erste Morcheln „in freier Wildbahn“ gesehen, kannten sie bisher nur vom Lesen und Blättern in „Luxuskochrezepten“!
Speisemorcheln gehören jedenfalls nicht nur vom Preis her zu den exklusivsten Pilzen, sondern sind auch durch ihr grubig-barockes Outfit ein optischer Leckerbissen. Die hell graubräunlichen bis ockerbräunlichen Fruchtkörper sind bestens angepasst an die fast gleichfarbige Laubschicht.
Neben den Speisemorcheln fanden die Pilzfreunde auch Maipilze und sehr frische Schuppige Porlinge, diese Pilze sind gut geeignet für die Verarbeitung zu leckerer Buletten, sozusagen eine vegetarische Alternative. Nicht nur bei Familie Melahn (Roduchelstorf) und Richter dürfte die Anzahl der gefundenen Morcheln für eine gute Mahlzeit gereicht haben.
Nach gut zwei Stunden Pilzwanderung gab es dann bei herrlichstem Wetter noch Kaffee mit viel Schaum („Störtebeker Pils“) oder Kaffee und Kuchen. Das idyllischen Gartencafe am Schloß mit seinen gepflegten Außenanlagen sind sehr zu empfehlen. Neugierige Blicke der Besucher wanderten in die Pilzkörbe und der Satz „ Pilzesammeln im Mai“ sorgte ständig für ungläubige Blicke. Roland Lebendig und Ramona Schmidt zogen es im Anschluss noch an das Ostufer des Schweriner Sees. Hier konnten die Beiden noch eine schöne Mahlzeit Maipilze klar machen.
So war die Exkursion doch ein voller Erfolg. Jeder Teilnehmer hatte bei herrlichem Wetter die begehrten, heimischen Morcheln in einer einmaligen Landschaft zu Gesicht bekommen. Damit gilt die Pilz-Freiluftsaison 2018 als eröffnet.

  • Gleich drei Morcheln auf einmal. TR
  • Die giftige Einbeere beeindruckt mit ihrem Outfit. TR
  • 6 Pilzfreunde und ein Hund.
  • Infotafeln am Schweriner See geben Auskunft.
  • Eckhardt Schlichting fand diese braune Morchel.TR
  • Köstliche Morcheln im Korb. TR
  • Eckhardt Schlichting geniesst die Ruhe am See. TR
  • Morchelparade mit Sigrid Melahn
  • Blick in den Blütenstand des Aronstabes. TR
  • Aronstab, Blick in das Hochblatt mit Kolben und Blütenstand. TR
  • Auch Katrin Richter entdeckte schöne Speisemorcheln. TR
  • Morcheln am Hang. TR
  • Der Aronstab (Arum maculatum). TR
  • Blätter der Alpen-Sockenblume (Epimedium alpinum).
  • Speisemorchel
  • Idyllisches Gartencafe am Schloß. TR
  • Extravagante Blüte der giftigen Einbeere (Paris quadrifolia).TR

Torsten Richter, Voritzender Rehnaer Pilzverein „Heinrich-Sternberg“ e.V.

Publiziert in Aktuell

Morcheln, Alpensockenblumen und allerlei anderes gab es zu entdecken am Ufer des Schweriner Sees!

Text folgt in kürze!

alle Bilder Torsten Richter!

Publiziert in Aktuell
Mittwoch, 05 April 2017 09:37

Der Prachtbecher ruft!

Spontanexkursion zu einem der seltensten und schönsten Pilze im Norden

Caloscypha fulgens – der Leuchtende Prachtbecher! Schon der Klang dieses Namens kann einem Mykologen ein Leuchten in die Augen zaubern. Zumindest hier in Norddeutschland. Zwar hatte ich diesen herrlichen Pilz schon einmal gesehen, in einem Bachtal im Schwarzwald. Da konnte ich einmal eine ganze Gruppe dieser Becher bewundern, die außen zunächst grau und innen immer leuchtend gelb gefärbt sind, wahre Edelsteine der Natur. Aber als jetzt die Kunde kam, Pilzfreund Andreas Okrent aus Graal-Müritz habe bei sich in der Nähe, im Ribnitzer Großen Moor, gleich ein ganzes Massenvorkommen dieses Becherlings gefunden, gab es kein Halten mehr. Denn hier in Norddeutschland ist der Leuchtende Prachtbecher eine echte Rarität, dessen letzte Funde in der Region aus Wismar aus dem Jahr 1999 belegt sind. Und so beschlossen am Rande unserer Vereinsversammlung am 31.März Christian, Pirkko, Sven, Torsten und ich, gleich am Sonntag nach Graal-Müritz aufzubrechen, um uns dieses Phänomen anzuschauen und Fotos zu machen.

Wir fuhren zeitig von Rehna los, denn zunächst wollten Torsten und ich noch einen kurzen Abstecher machen zu einer Wiese am Ribnitzer Großen Moor südlich Neuhaus, wo ich letztes Jahr Ende April mal den Blaugrünen Nabeling (Omphalina chlorocyanea) hatte – und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis Torsten und ich jeweils eine kleine Gruppe dieses schmucken Nabelings entdeckt hatten. Während des Fototermins zeigten sich dann noch an Birkensamen ein paar klitzekleine Birkenkätzchen-Becherling  Ciboria betulae, die - wohl wegen ihrer Winzigkeit - nicht oft gefunden werden. Für Kleinpilzfreunde wie uns natürlich ein Fest!

Am Caloscypha-Treffpunkt in Graal-Müritz kam noch Pilzberater Reinhold Krakow aus Wismar dazu. Unter Führung von Andreas Okrent leuchteten nach kurzem Fußmarsch unserer begeisterten Mykologengruppe bald die ersten prächtigen Becher aus einem leicht feuchten Schwarzerlen-Moorbirkenbruch entgegen. Über mehrere hunderte Meter fanden sich immer wieder kleine Gruppen des Becherlings, und bald sah man uns hier und dort mit unseren Kameras teils kniend, teils liegend, vor den Objekten unserer Begierde.

Schon für diesen enigmatischen Pilz, der manchmal über viele Jahre verschwunden ist und dann plötzlich in großer Zahl auftauchen kann, hätte sich die weite Fahrt nach Graal-Müritz gelohnt. Aber es gab noch mehr zu sehen. Andreas Okrent konnte uns noch einige Exemplare der Riesen-Lorchel (Gyromitra gigas) zeigen, am Wegesrand wuchsen die ersten, noch jungen Fingerhut-Verpeln (Verpa conica), und wir fanden zwei der seltenen, leider schon etwas angetrockneten Großen Nest-Erdsterne (Geastrum fornicatum). In den angrenzenden Dünen wuchsen massenhaft Winter-Stielboviste (Tulostoma brumale), an Gräsern hafteten zahlreich kleine Gras-Stromabecherlinge (Rutstroemia calopus), dazwischen krabbelten einzelne eigentümliche schwarze Käfer herum, die später als Dünen-Schwarzkäfer (Phylan gibbus) bestimmt werden konnten. Zusammen mit herrlichem Sonnenschein und einem zünftigen Eisbecher zum Ausklang freuten wir uns über einen rundum sehr gelungenen Tag, der uns fast wie eine kleiner Vereinsausflug vorkam. Als Wermutstropfen allerdings begleitete uns die ganze Zeit, daß unser Christian Ehmke auf dem Weg zum Treffpunkt unterwegs mit Totalschaden seines Autos an der Autobahn liegengeblieben war. Wir haben ihn zumindest in unseren Gedanken mitgenommen.

Zum Anschauen und Mit-Freuen hier noch ein paar Bilder dieser denkwürdigen Exkursion.

  • Omphalina chlorocyanea TR
  • Leuchtender Prachtbecher (Caloscypha fulgens) 170402 Ribnitzer Großes Moor CE (02)
  • Rutstroemia calopus auf Hieracium umbellatum TR
  • Das Caloscypha - Dream Team an der Küste von Graal Müritz TR
  • 170402 Müritzer Dünen zwei Mykologen RK,mail
  • Winter-Stielbovist (Tulostoma brumale) 170402 Ribnitzer Dünen CE
  • Riesenlorchel (Gyromitra gigas) 170402 Ribnitzer Großes Moor CE
  • Leuchtender Prachtbecher (Caloscypha fulgens) 170402 Ribnitzer Großes Moor CE (01)

Publiziert in Aktuell

Drei begeisterte Freizeitmykologen, Torsten Richter aus Rehna, Chris Engelhardt aus Lübeck und Christian Ehmke aus Wismar (letzterer zusammen mit Sohn Kay) waren am 29.Juli miteinander unterwegs im Klaasbachtal, einem von der letzten Eiszeit geprägten Tal in der Nähe der Ortschaft Neukloster. Christian Ehmke, der dort öfter Pilze sucht, beschreibt das Klaasbachtal als einen „ kleinen naturbelassenen Teil der Sternberger Seenlandschaft, mit hauptsächlich Buchen und Eichen. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch einen kleinen flachen Bachlauf, eingesäumt von steilen Hängen in dem man das Gefühl hat im Harz unterwegs zu sein. Wer etwas Ruhe sucht und einfach mal der Natur lauschen möchte, oder wie in unserem Fall wer gerne entspannt auf die Pilzjagd geht, ist hier an der richtigen Adresse. Nicht nur der "gemeine" Speisepilzsammler, kann hier zur richtigen Zeit fündig werden, sondern auch Menschen, die bei diesem Thema über den Tellerrand hinaus schauen. Es ist eine wahre Goldgrube für Schlauchpilz-Freunde. Die teils kalkhaltigen, bemoosten Hänge bieten auch bei heißen Sommertagen eine Menge, und das kiesreiche Bachbett mit anmoorigen, humusreichen Bachrändern lassen ebenfalls die Herzen höher schlagen. Hier ist es das ganze Jahr über feucht, die alten großen Buchen bieten genügend Schatten, und die Wärme sammelt sich wie in einem Gewächshaus. Feucht und warm, ein Eldorado für Becherlinge und Co. Einige schöne Sachen wurden hier schon gefunden und wer weiß, was es in diesem Gebiet noch alles zu entdecken gibt.“

Hier zeigen wir einige Funde von diesem spannenden Exkursionstag, einfach zum Genießen, aber auch als Anregung und Inspiration. Mehrere der gefundenen Pilze waren echte „Knaller“, also Raritäten, wie man sie nicht oft im Leben findet!

  • Veilchenfarbiger Blau-Becherling (Peziza gerardii) 160729 Klaasbachtal
  • Melastiza flavorubens (Braunhaariger Orangebecherling) 160729 Klaasbachtal
  • Woolhopscher Borstling (Trichophaea woolhopeia) 160729 Klaasbachtal
  • Kugelschneller (Sphaerobolus stellatus) 160729 Klaasbachtal
  • wow - was für ein Tag 160729 Klaasbachtal
  • Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata) 160729 Klaasbachtal
  • Elastische Lorchel (Helvella elastica) 160729 Klaasbachtal
  • Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius) 160729 Klaasbachtal

Alle Fotos von Chris Engelhardt

Publiziert in Aktuell
Mittwoch, 21 Oktober 2015 00:00

sensationeller Fund im Lankower Wald

Bei regnerischen Wetter trafen sich 19 Pilzfreunde im Lankower Wald zur Pilzwanderung und hatten auch schnell ihre Körbe gefüllt. Halimasch und rauchblättrige Schwefelköpfe fanden sich neben einigen Röhrlingen in den Körben. Chrsitoph Höpel und Torsten Richter fand einen Ascomyseten (Becherling) auf eine Fichtennadel, eher unscheinbar aber auch spannend für eine nähere Betrachtung.

Torsten Richter hatte ihn dann am späten Abend unter dem Mikroskop und vor dem Makroobjektiv! Nach Rücksprache mit dem Experten H.O. Baral stellte sich sehr schnell heraus, dass es sich dabei wohl um Rutstroemia pinetorum handeln könnte. Seit 200 Jahren in Deutschland nicht mehr gefunden! Zuletzt wohl in Spanien in einer Höhe von 1600 m gefunden. Der Pilz ist jetzt auf dem Weg nach Tübingen und dann wohl nach Luxemburg. Dann Wissen wir mehr über den tollen Fund...

Hier ein paar Bilder von der Wanderung:

Publiziert in Aktuell
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Giftnotruf: 0361 730 730

16. Tage der Pilze

  • Pilzsachverständiger der DGfM Alexander Glomb und seine Schwester Gina

Aktuelles

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    Die oder besser der "19. Tag der Pilze" unseres Pilzvereins fand statt und war ein schöner Erfolg. Bei bestem Wetter

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  • war wieder eine wunderbare Pilzwanderung! +

    ..Wenig Speisepilze, aber viele Pilzfreunde......Lehrreiche Vereinswanderung im Lankower Wald machte allen Spass und nun freuen sich die Rehnaer Pilzfreunde auf

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  • Rehnaer Pilzverein starte mit lehrreicher Pilzwanderung und viel Sonne Konservative Steinpilzsammler gehen derzeit noch ziemlich leer aus +

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