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Pilzverein Rehna
Aktuell

Aktuell (215)

Die aktuellen Nachrichten vom Pilzverein Rehna

Mittwoch, 21 Juni 2017 06:32

Entdeckt ! Trüffel im Pfarrgarten von Pokrent.

geschrieben von

Rehna-Pokrent. Dass ein Pastor nicht nur stets ein fürsorgliches und wohlwollendes Auge auf seine Schäflein in der Gemeinde wirft bewies Pastor Blumenschein aus Pokrent vor kurzem auf ganz besondere Art und Weise. Auf seinem großzügigen Pfarrgrundstück wächst so allerlei. Vor wenigen Tagen geschah es nun bei der Gartenarbeit wohl rein zufällig. Es kam etwas an das Tageslicht, sozusagen direkt aus der Finsternis. Mehrere bis zu 3 Zentimeter kleine, ockerbraune, unregelmäßig knollige Gebilde hielt er in seinen Händen. Eine gewisse Ähnlichkeit mit den Hinterlassenschaften eines Hundes war nicht zu leugnen. Schnell waren die „Köttel“ eingetütet, und über den mykologisch vorgebildeten Pilzdiakon Matthias Krause gelangten diese irdischen Gewächse auf dem Tisch des Rehnaer Pilzvereinschef Torsten Richter.

 

Eine Probe aus den „Innereien“ des Pilzes wurde mikroskopisch untersucht und schon war die Art enttarnt. Die Weissgekammerte Schleimtrüffel (lat.: Melanogaster ambiguus) wuchs dort unterirdisch (hypogäisch). Nach KREISEL (2011) gilt die Art in Mecklenburg-Vorpommern als selten und steht in der „Roten Liste der gefährdeten Großpilze“. Nun wird manch einer gleich von lukullischen Genussorgien träumen, aber unsere Schleimtrüffel hat rein gar nichts mit der teuer gehandelten Perigord-Trüffel zu tun, leider. Weitere Fragen nach dem Speisewert der Schleimtrüffel erübrigen sich in dem Moment, wenn einem der Geruch in die Nase kriecht. Die Art verströmt einen ganz üblen, aufdringlichen Geruch nach einer Mischung aus Leuchtgas und verfaulten Zwiebeln. Einen schönen optischen Kontrast bietet uns das Innenleben. Im Querschnitt erkennt man eine Vielzahl von kleinen und großen weißen Kammern, in denen die dunkelbraunschwarze Sporenmasse schlummert. Über diese Sporen erfolgt die Verbreitung der meist im Verborgenen lebenden Pilzart. 
Für den interessanten Fund bedankt sich der Rehnaer Pilzverein bei Pastor Blumenschein und freut sich auf weitere außergewöhnliche Pilzfunde im Verlaufe des Jahres.

Freitag, 16 Juni 2017 06:09

Der Regen lässt die Pilze sprießen!

geschrieben von

Der regelmäßige Regen und die milde Wärme läßt die Pilze sprießen. In Rehna mehrfach in Parkanlagen unter Linden entdeckt: Es handelt sich um Netzstielige Hexenröhrlinge (lat.: Boletus luridus). Von den ansehnlichen Pilze würden schon 2 – 3 für eine Magen füllende Mahlzeit ausreichen. Der olivbraune bis braune Hut kann Durchmesser bis zu 25 cm betragen! Der oft bauchig angeschwollene Stiel trägt ein grobes Netz. Die Porenschicht unter dem Hut ist schön orange bis rot und bläut auf Druck schnell. Auch das Fleisch verfärbt sich sekundenschnell blau. Der Netzstielige Hexenröhrlinge ist essbar, sollten aber besser ohne Alkohol genossen werden. Es kann zu individuellen Unverträglichkeitsreaktionen kommen.

  • Prächtige Netzstielige Hexenröhrling - eßbar.
  • Im Schnitt läuft der Pilz sofort blau an.
  • Torsten Richter präsentiert Netzstielige Hexenröhrlinge aus dem Heinrich Sternberg Park in Rehna.

 

Dienstag, 02 Mai 2017 12:46

Erfolgreiche Morcheltour der Rehnaer Pilzfreunde

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Morcheln, Alpensockenblumen und allerlei anderes gab es zu entdecken am Ufer des Schweriner Sees!

Text folgt in kürze!

alle Bilder Torsten Richter!

Rehnaer Pilzverein blickt auf ein pilzarmes Jahr zurück und bedankt sich bei allen Sponsoren und Förderern für die Treue!

Über Rehnaer Maronen und tropische Stielporling aus Sri Lanka.....

Rehna. Kein Stuhl blieb am Freitagabend frei, als der Rehnaer Pilzverein zu seiner alljährlichen Mitgliederversammlung eingeladen hatte. Mit optimistischen Worten begrüßte der Vorsitzende Torsten Richter die Mitglieder aus Gadebusch, Lübeck, Grevesmühlen, Gadebusch, Schönberg, Wismar, Hamburg, Rehna und nicht zu vergessen Stresdorf!

Und um es gleich vorwegzunehmen, 2016 war für den Rehnaer Pilzverein und seine Mitglieder ein ziemlich schwieriges aber durchaus erfolgreiches Jahr, wie der Bericht von Vereinschef Torsten Richter belegte. Warum? Das vergangene Jahr wird wohl als das pilzärmste Jahr in der Geschichte des Rehnaer Vereins eingehen. Und so erinnerte Richter u.a. an die nervenaufreibende Terminverschiebung der 17. Rehnaer Pilztage.

Vielschichtige Aktivitäten von A wie Artenvielfalt, über T wie Tage der Pilze, bis Z wie Zusammenarbeit mit Stadt, Schule, Sponsoren und anderen Partnern. Vieles streifte Richter in seinem umfassenden, aber zugleich locker gehaltenen Bericht.

„Die Einbeziehung der Rehnaer Schüler während der Pilztage ist mittlerweile ein echter Selbstläufer“, so Richter. Das wäre sicherlich ganz im Sinne von Heinrich Sternberg.
Dank der lokalen Sponsoren ist der traditionelle Schulzeichenwettbewerb ein wirklicher Höhepunkt und die Ergebnisse können dementsprechend präsentiert werden. Freuen dürfen sich die Pilzfreunde im Herbst 2017 auf eine neue großflächige Schautafel mit Bildern und Informationen aus den Jahren 2014- 2016. Im Rahmen der Anfertigung von Hausarbeiten an der Regionalschule wird sich die künstlerisch begabte Anna-Lena Ziemann (8.Klasse) mit dem Thema Pilze befassen und auch das Engagement der Schüler optisch präsentieren.
Man darf gespannt sein, denn diese Schülerarbeit wird schon aufgrund ihrer Größe von 2,20 x 1,40 m nicht in irgendeinem Schubfach verschwinden können!

Ein besonderer Dank ging an die langjährigen Förderer und Sponsoren. Die Bau- und Möbeltischlerei Eigenstetter, das Autohaus Opel Carlsson, SP: Arndt Rehna, die Zahnarztpraxis Paprotzki, Optik Wichert, Christel Schotte, Getränkepartner Maack und Maack Event Rehna, Reinhard Krix Landhandel Rehna, Hotel Stadt Hamburg (Inh.R. und C.Muuß), Kinder- und Jugendarztpraxis Dr.Manfred Otto (Gadebusch) sowie Rechtsanwalt a.D. Helmut Drechsler seien hier nur stellvertretend für alle anderen genannt. Aber auch Vereinsmitglieder traten als aktive Sponsoren auf, wie Dipl. med. M .Herbst und die Buchhandlung Schnürl & Müller GbR.

Für die Vereinsförderung durch die Stadt Rehna, die kostenlose Nutzung des Kreuzganges und des Deutschen Hauses danken die Pilzfreunde besonders ihrem Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg.

Zur schönen Tradition geworden ist die Vergabe des Titels „Schönster bzw. interessantester Pilzfund des Jahres“. Da gab es für 2016 einige Kandidaten. Geworden ist es letztendlich der im Dezember neu aufgenommene Christian Ehmke aus Wismar. Sein seltener Becherling hört auf den Namen Peziza labessiana und sein Fund ist derzeit in ganz Deutschland das einzige noch existierende Vorkommen dieser in Europa äußerst seltenen Pilzart.

Im Anschluss gab Katrin Richter dann einen sachlich abgefassten Finanzbericht.
Dank des effizienten Umgangs mit Finanzen kann der Verein auf einen mehr als ausgeglichenen Haushalt im Sinne der Gemeinnützigkeit verweisen.

Eine besondere Anerkennung bzw. Ehrung gab es dann für die Mitglieder Petra Nickel (Rehna), Karl Friedrich Brüning (Herrnburg) und Eckhardt Schlichting (Gadebusch) für ihr außerordentliches Engagement im Zusammenhang mit der Durchführung der Rehnaer Pilztage. Die Mitglieder spendeten nicht nur an dieser Stelle reichlich Beifall! Applaus gab es auch für den Vorstand, der seine Arbeit zuverlässig und transparent gestaltete.

Das Konzept und die Vorhaben der Rehnaer Pilzfreunde scheinen zu überzeugen. Der Verein wächst kontinuierlich und hat sich mittlerweile zu einem zentralen Anlaufpunkt für Pilzinteressierte in Westmecklenburg gemausert. Akzeptiert und gut genutzt wird die vereinseigene Homepage als Kontaktmedium und zur Präsentation der Aktivitäten, sowie von Sponsoren.

Den Übergang zum gemütlichen Teil bildete die „ Eroberung“ des bunten Buffet aus köstlichen Leckereien mit und ohne Pilzen. Heidrun Brüning, Katrin Richter, Carola Bohlmann, Christel Völzer, Kerstin & Paula Schnürl, Pirkko & Sven Walter, Sigrid Melahn, Eike Russnak
Auch diesmal hatten sich die fleißigen Pilzfrauen und -männer wieder voll ins Zeug gelegt und begeisterten die Pilzfreunde mit eigenen Kreationen.

Den Abschluss bildete dann der Überraschungsvortrag von Christoph Engelhardt aus Lübeck. Engelhardt führt schon seit Jahren weltweit Birdingtours durch und gab exklusiv für seine Pilzfreunde einen wunderbaren Einblick in Land, Leute und Natur von Sri Lanka. Beeindruckende Bilder von Sägeagamen, Tropischen Stielporlingen, Vogelspinnen im Schlafzimmer, bunten Schmetterlingen, Nasenpeitschennattern und kuriosen Vogelarten begeisterten die Pilzfreunde. Für den lebendigen Vortrag gab es reichlich Beifall! Es geht halt auch mal fast ohne Pilze!

Bei anregenden Getränken gut gemixt mit allerlei Pilzlatein ging das Vereinstreffen in gemütlicher Runde zu Ende. Mit Spannung und Freude erwarten die Rehnaer das Pilzjahr 2017. Der erste Termin steht schon bald ins Haus – die traditionelle Morchelwanderung am Schweriner See ist Ende April angesagt!

Torsten Richter, Vorsitzender Rehnaer Pilzverein

Mittwoch, 05 April 2017 09:37

Der Prachtbecher ruft!

geschrieben von

Spontanexkursion zu einem der seltensten und schönsten Pilze im Norden

Caloscypha fulgens – der Leuchtende Prachtbecher! Schon der Klang dieses Namens kann einem Mykologen ein Leuchten in die Augen zaubern. Zumindest hier in Norddeutschland. Zwar hatte ich diesen herrlichen Pilz schon einmal gesehen, in einem Bachtal im Schwarzwald. Da konnte ich einmal eine ganze Gruppe dieser Becher bewundern, die außen zunächst grau und innen immer leuchtend gelb gefärbt sind, wahre Edelsteine der Natur. Aber als jetzt die Kunde kam, Pilzfreund Andreas Okrent aus Graal-Müritz habe bei sich in der Nähe, im Ribnitzer Großen Moor, gleich ein ganzes Massenvorkommen dieses Becherlings gefunden, gab es kein Halten mehr. Denn hier in Norddeutschland ist der Leuchtende Prachtbecher eine echte Rarität, dessen letzte Funde in der Region aus Wismar aus dem Jahr 1999 belegt sind. Und so beschlossen am Rande unserer Vereinsversammlung am 31.März Christian, Pirkko, Sven, Torsten und ich, gleich am Sonntag nach Graal-Müritz aufzubrechen, um uns dieses Phänomen anzuschauen und Fotos zu machen.

Wir fuhren zeitig von Rehna los, denn zunächst wollten Torsten und ich noch einen kurzen Abstecher machen zu einer Wiese am Ribnitzer Großen Moor südlich Neuhaus, wo ich letztes Jahr Ende April mal den Blaugrünen Nabeling (Omphalina chlorocyanea) hatte – und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis Torsten und ich jeweils eine kleine Gruppe dieses schmucken Nabelings entdeckt hatten. Während des Fototermins zeigten sich dann noch an Birkensamen ein paar klitzekleine Birkenkätzchen-Becherling  Ciboria betulae, die - wohl wegen ihrer Winzigkeit - nicht oft gefunden werden. Für Kleinpilzfreunde wie uns natürlich ein Fest!

Am Caloscypha-Treffpunkt in Graal-Müritz kam noch Pilzberater Reinhold Krakow aus Wismar dazu. Unter Führung von Andreas Okrent leuchteten nach kurzem Fußmarsch unserer begeisterten Mykologengruppe bald die ersten prächtigen Becher aus einem leicht feuchten Schwarzerlen-Moorbirkenbruch entgegen. Über mehrere hunderte Meter fanden sich immer wieder kleine Gruppen des Becherlings, und bald sah man uns hier und dort mit unseren Kameras teils kniend, teils liegend, vor den Objekten unserer Begierde.

Schon für diesen enigmatischen Pilz, der manchmal über viele Jahre verschwunden ist und dann plötzlich in großer Zahl auftauchen kann, hätte sich die weite Fahrt nach Graal-Müritz gelohnt. Aber es gab noch mehr zu sehen. Andreas Okrent konnte uns noch einige Exemplare der Riesen-Lorchel (Gyromitra gigas) zeigen, am Wegesrand wuchsen die ersten, noch jungen Fingerhut-Verpeln (Verpa conica), und wir fanden zwei der seltenen, leider schon etwas angetrockneten Großen Nest-Erdsterne (Geastrum fornicatum). In den angrenzenden Dünen wuchsen massenhaft Winter-Stielboviste (Tulostoma brumale), an Gräsern hafteten zahlreich kleine Gras-Stromabecherlinge (Rutstroemia calopus), dazwischen krabbelten einzelne eigentümliche schwarze Käfer herum, die später als Dünen-Schwarzkäfer (Phylan gibbus) bestimmt werden konnten. Zusammen mit herrlichem Sonnenschein und einem zünftigen Eisbecher zum Ausklang freuten wir uns über einen rundum sehr gelungenen Tag, der uns fast wie eine kleiner Vereinsausflug vorkam. Als Wermutstropfen allerdings begleitete uns die ganze Zeit, daß unser Christian Ehmke auf dem Weg zum Treffpunkt unterwegs mit Totalschaden seines Autos an der Autobahn liegengeblieben war. Wir haben ihn zumindest in unseren Gedanken mitgenommen.

Zum Anschauen und Mit-Freuen hier noch ein paar Bilder dieser denkwürdigen Exkursion.

  • Das Caloscypha - Dream Team an der Küste von Graal Müritz TR
  • Omphalina chlorocyanea TR
  • Leuchtender Prachtbecher (Caloscypha fulgens) 170402 Ribnitzer Großes Moor CE (02)
  • 170402 Müritzer Dünen zwei Mykologen RK,mail
  • Winter-Stielbovist (Tulostoma brumale) 170402 Ribnitzer Dünen CE
  • Riesenlorchel (Gyromitra gigas) 170402 Ribnitzer Großes Moor CE
  • Rutstroemia calopus auf Hieracium umbellatum TR
  • Leuchtender Prachtbecher (Caloscypha fulgens) 170402 Ribnitzer Großes Moor CE (01)

Donnerstag, 29 Dezember 2016 09:16

Rehnaer Pilzverein sagt Danke!

geschrieben von

Rehna. Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen und allen Pilzfreunden Westmecklenburgs wird es sicherlich in Erinnerung bleiben! So wenig Pilze gab es schon lange nicht mehr. Dennoch können die Rehnaer Pilzfreunde stolz und zufrieden sein. Der Höhepunkt des Jahres, die 17. Tage der Pilze in Rehna wurden gemeinsam und mit Bravour absolviert.
Das gelang den Rehnaer Pilzfreunden nur im Schulterschluss mit seinen treuen Sponsoren, Förderern, Schülern, Pilzinteressierten und Mitgliedern.

  • Austernseitling ein Speisepilz auf Eschenstubben Brook
  • Austernseitlinge
  • Die besten Pilzemaler und ihre Betreuer....Frau Körner & Herr Richter
  • Eine Augenweide, der Fliegenpilz.
  • Saftlingsschönheiten
  • Geschafft ! Die 17.Tage der Pilze war ein Erfolg.

Allen sei deshalb gedankt für die freundliche Hilfe und Unterstützung im Jahre 2016. Wir wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit und für das anstehende Jahr 2017 viel Gesundheit, Glück und allen Pilzfreunden viele schöne Pilzfunde.

Und wer zwischen Weihnachtsgans und Marzipanbrot etwas Bewegung braucht und Lust auf Pilze hat, sollte sich auf den Weg an die frische Luft machen. Viele Pilzkenner wissen mittlerweile das sich auch im Winter einige wahre Leckerwissen in unseren Wäldern tummeln, der schiefergraue Austernseitling gehört dazu! Ein Speisepilz der auch auf Großmärkten einen Stammplatz hat. Sein Aussehen erinnert an eine Muschelhälfte der Auster. Die Fruchtkörper sitzen oft dachziegelartig übereinander und bilden mitunter dichte Büschel. Meist sind die grauen Pilze seitlich gestielt und können einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimeter erreichen (Foto).

Abschließend wünschen wir allen Pilzfreunden eine frohe Weihnachtszeit und sagen allen Sponsoren und Freunden des Rehnaer Pilzvereins nochmals „Dankeschön“ für die vielseitige und unkomplizierte Unterstützung! Bleiben sie uns auch 2017 treu.

Ihr Torsten Richter, Vorsitzender des Rehnaer Pilzvereins Heinrich Sternberg e.V.

Montag, 28 November 2016 14:03

Tage der Pilze 2016

geschrieben von

Hier findet ihr eine kleine Auswahl an Bildern von den 17. Tagen der Pilze im Kloster Rehna! Wir danken allen Sponsoren und Vereinsmitgliedern für die tatkräftige Unterstützung!

Dienstag, 04 Oktober 2016 12:05

24. September war 1. europäischer Pilztag!

geschrieben von

Rehna. Erstmalig wurde am vergangenen Sonnabend der europäische Pilztag begangen. Auf Initiative von Karin Montag (Bayern) wurde dieser Tag in's Leben gerufenen, um den Pilzen europaweit zu huldigen. Es wurde auch mal Zeit, dass aufgrund der großen Bedeutung, die dem Pilzreich im Gefüge der Natur zukommt, endlich auch für sie ein Ehrentag ausgerufen wurde. Für alles mögliche und unmögliche gibt es bereits “Ehrentage”, nur den Pilzen war bisher nichts dergleichen vergönnt. Also eigentlich ein guter Termin, denn der September lässt die Pilze nur so schießen. Und ausgerechnet in diesem Jahr wo man von Lissabon bis Warschau den Pilzen huldigen wollte, da macht sich große und anhaltende Trockenheit breit. Die Pilze scheinen es wohl nicht begriffen zu haben, dass am Sonnabend ihr großer Tag war. Aber ihnen kann man nun wirklich keinen Vorwurf machen, denn sie würden schon gerne in Scharen erscheinen, wenn nur das Wetter es ermöglichen würde. Und diesbezüglich sieht es auch weiterhin trübe aus.

Europäische Pilztage

  • Trichophaea-abundans Jürgen Marqua (Ehingen) hat die Mikroaufnahmen angfertigt
  • Ascobolus-carbonarius Jürgen Marqua (Ehingen) hat die Mikroaufnahmen
  • Ascobolus-carbonarius Jürgen Marqua (Ehingen) hat die Mikroaufnahmen
  • Trichophaea-abundans ürgen Marqua (Ehingen) hat die Mikroaufnahmen angfertigt
  • Trichophaea-abundans Jürgen Marqua (Ehingen) hat die Mikroaufnahmen angfertigt
  • Ascobolus-carbonarius Jürgen Marqua (Ehingen) hat die Mikroaufnahmen angfertigt
  • Anthracobia maurilabra mit äußerer, anliegender Behaarung
  • Trichophaea abundans
  • Boletus calopus
  • Boletus
  • Pilztage
  • Ascobolus carbonarius jung & reif
  • Ascobolus carbonarius reif
  • Anthracobia maurilabra

Der in Hamburg lebende, ehemalige Rehnaer Schüler Alexander Glomb vom Pilzverein „Heinrich Sternberg“ e.V. ließ sich nicht verschrecken und machte sich dennoch auf Pilzexkursion und das nicht ohne Erfolg. Es gab zwar keine Speisepilze, aber bei sommerlichen Temperaturen und ausgetrockneten Böden entdeckte er allerlei Täublinge und mehrere seltene Schönfuß-Röhrlinge (lat.. Boletus calopus). Der auffällig blauenden Röhrling, ist ein Paradebeispiel dafür, dass nicht alle Röhrlinge essbar sind. Der Schönfuß-Röhrling ist bitter und somit ungenießbar, aber ziemlich selten und deshalb auf der Roten Liste der Großpilze Deutschlands. Auf einer alten Brandstelle im Wald wurde es dann spannend. Kleine Becherlinge tummelten sich auf den verkohlten Resten der Feuerstelle. Die Pilze wurde vom Vereinsvorsitzenden Torsten Richter mikroskopiert und konnten alle bestimmt werden, d.h. bekamen einen Namen. Alle drei Arten waren zwischen 1-3 Millimeter im Durchmesser! Mit seinem gelbgrünlichen Outfit ist der Brandstellen-Kotling (lat.: Ascobolus carbonarius) besonders unter dem Mikroskop eine Schönheit. Violette Sporen mit einem schönen grobwarzigen Ornament! Die Art wurde laut Prof.Dr.Hanns Kreisel (2011) seit 1975 nicht mehr in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Damals entdeckte der Berliner Mykologe Dr. Dieter Benkert die Art auf der Insel Hiddensee. Ebenfalls selten der Rundliche Borstling (lat.: Trichophaea abundans). Wie der Name es schon andeutet, der kleine graubraune Becher hat lange hyaline Haare und bewohnt alte Brandstellen. Auch der kleine Borstling wurde in Mecklenburg-Vorpommern schon lange nicht mehr gesichtet. 1973 fand ihn ein Holländer. Prof. Dr. Jan Johannes Barkmann (Utrecht) fand den Borstling bei Waren. Kurzum, einige schöne Funde konnten zu Ehren des europäischen Pilztages wieder einmal in unserer Heimat gesichtet werden. Mal sehen was uns der Rest des Jahres noch an Pilzen bringt. Egal ob essbar oder nur schön und interessant.

kleiner Danksagung an Jürgen Marqua (Ehingen) er hat die Mikroaufnahmen freundlicherweise für uns angefertigt. http://www.pilzflora-ehingen.de/?Pilzflora_Ehingen 

Auf Antrag der Stadt Rehna hat die Landrätin Kerstin Weiss unseren Vereinsvorsitzenden Torsten Richter  mit der Ehrennadel des Landkreises Nordwestmecklenburg ggeehrt. Auch von allen Mitgliedern des Pilzvereines unseren herzlichen Glückwunsch dazu!

Der Bürgermsiter der Stadt hatte uns um einen Textvorschlag für dan Antrag der Stadt gebeten.   Hier mal unser Vorschlag dazu:

Vorschlag für die Ehrennadel des Landreises Nordwestmecklenburg

Torsten Richter
Biologe/ Naturschützer, Biologielehrer, Vorsitzender des Pilzvereines „Heinrich Sternberg e.V., Mykologe...

Als gebürtiger Rehnaer hat Torsten Richter bereits früh mit dem ehrenamtlichen Naturschutz und einer breiten Umweltbildung Kontakt gehabt. Er trat so logischer Weise in die Fußstapfen von Heinrich Sternberg und studierte Biologie und Lehramt an der der Uni Rostock. Schon damals aus dem praktischen Natur- und Umweltbildungsblick heraus war er ein kritischer Begleiter der Obrigkeit und Kämpfer für das einmalige Biotop und heutige Naturschutz- und FFH- Gebiet Radegasttal.

Ob im Neuen Forum, oder bei Deponie Stop und in der Schutzgemeinschaft Radegast, Torsten Richter ist ein unermesslicher Streiter, wenn es um das Radegasttal geht.

Viele Jahre war Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt Rehna und legte dabei die Grundlagen für den heutigen Schutzstatus des Gebietes. Sein größtes Verdienst aber ist zugleich seine größte Herzensangelegenheit, Kinder die Natur und ihre Umgebung auf praktische Art und Weise lebendig zu machen und sie mit dem Virus „Erhalte deine Umgebung und die Natur in der du lebst“ zu impfen...

So gehören Schüler im praktischen Unterricht seit vielen Jahren zum wöchentlichen Stadtbild, wie sie den Bauteich, die Fischtreppe oder den Heinrich Sternberg Park pflegen. Projekttage der Rehnaer Schule sind so alles andere als praxisferner Unterricht, sondern finden meist im Radegasttal statt und das beim Mähen von Orchideenwiesen, bei der Freilegung eines alten Altarmes der Radegast oder beim Pilzesuchen für die Tage der Pilze in Rehna.

Dabei arbeiten die Schüler und Schülerinnen meist Hand in Hand mit Vereinsmitgliedern des Angelvereins oder des Rehnaer Pilzvereines und Bildern dort auch den Nachwuchs für die zukünftige Generation.

Die Kontinuität der kleinen Schritte und die täglichen Selbstverständlichkeit über Jahrzehnte hinaus, machen die Leistung von Torsten Richter zu etwas besonderem. Er selbst lebt das was er unterrichtet tagtäglich vor, er steht Knietief im Schlamm, schwingt die Sichel und ist begeistert von der Orchideenpracht auf den mit den Schülern gepflegten Wiesen.

Mittwoch, 14 September 2016 07:27

Hilferuf Tage der Pilze

geschrieben von

Liebe Mitglieder des Pilzvereins,

Sommerhitze und Trockenheit im September und noch keine Pilze in Sicht.
Und die „Tage der Pilze“ rücken immer näher. Wie jedes Jahr wird es wieder bis zum Schluß eine Zitterpartie, aber wir sind guter Hoffnung !

Wir möchten Euch gerne unseren geplanten Ablauf mitteilen, so dass jeder die Möglichkeit hat sich aktiv an der Gestaltung der Ausstellung zu beteiligen bzw. bestimmte Aufgaben übernehmen könnte.

Zur Erinnerung – die „17. Tage der Pilze“ finden vom 1. – 2. Oktober (diesmal nicht gemeinsam mit dem Erntedankfest der Evangelischen Kirchgemeinde) im Kreuzgang der Klosteranlage Rehna statt.

Am 29. September (Donnerstag -- auch mit Schülern) und am 30.September (Freitag) möchten wir gemeinsam mit Euch in verschiedenen Waldgebieten Pilze für die Ausstellung sammeln. Sinnvoll wäre es auch wenn Jemand allein oder in kleiner Gruppe sich auf die Suche in etwas abgelegenen Pilzrevieren macht.

Am Donnerstag treffen wir uns um 8.00 Uhr im Forstweg und sind mit Schülern unterwegs. Am Freitag geht es dann um 9.00 Uhr los. Ansonsten kann jeder selbst bestimmen wohin und wann.
Es besteht natürlich auch die Möglichkeit und das wäre sehr sinnvoll, dass sich mehrere zusammentun und in ihren „Lieblings- oder Hauswald“ Pilze sammeln (alle Pilzarten, auch Porlinge, möglichst komplett mit Hut und Stiel sammeln; erwünscht sind ungewöhnlich große, schöne bzw. noch unbekannte Arten), so dass wir aus einem größeren Umkreis die verschiedensten Arten für die Ausstellung zusammentragen.

Wir würden uns am Freitag ab 13:00 Uhr am Kreuzgang zu einem gemeinsamen Mittagessen (Eintopf und Würstchen – um Anmeldung wird gebeten!!!) treffen.

Offizielles Programm:

Samstag Ausstellung von 10 – 18 Uhr
Wanderung Treff 9:45 Uhr

Sonntag Ausstellung von 10 –16 Uhr

Der Abbau der Pilzausstellung am Sonntag gestaltet sich wie jedes Jahr und jeder, der gerne mithelfen möchte, ist willkommen.
Im Anschluss werden wir die „Tage der Pilze“ mit Gegrilltem mit unserem Grillmeister Frank Fischer ausklingen lassen ( für die Planung bitte anmelden – Danke!)

Wer könnte sich vorstellen Do (29.9.) oder Fr (30.9.) mindestens 3 Stiegen Moos zu besorgen?

Außerdem benötigen wir ein wenig „Deko“ (z.B. Hagebuttensträucher o.ä.)

Wer kann Mi (28.9.) oder Do (29.9.) vormittags oder nachmittags unsere Strohballen und Holzscheiben für die Ausstellung aus der Schule zum Kreuzgang transportieren??

An den Ausstellungstagen Sa 13 – 18 Uhr und Sonntag 10 – 16 Uhr - Wer hat Lust den Einlass zu beaufsichtigen (gerne auch zu zweit) ???

Bitte meldet Euch per Mail ( auch wegen des von uns angebotenen Essens, wegen der Planung) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 038872/51071.

Beste Grüße Katrin und Torsten Richter

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No Calendar Events Found or Calendar not set to Public.

Giftnotruf: 0361 730 730

16. Tage der Pilze

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