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Ehrenbürger der Stadt Rehna seit 1995 und Namensgeber des Rehnaer Pilzvereins

Heinrich Sternberg bearbeitetHeinrich Sternberg – ein mecklenburgisches Urgestein! Viele Bürger Rehnas, aber auch aus der Umgebung unseres beschaulichen Städtchens an der Radegast können sich noch an ihn erinnern.

Geboren am 29.Oktober 1911 in Dalkendorf bei Teterow. Nach dem Abitur und dem Besuch der Hochschule für Lehrerbildung in Rostock wurden westmecklenburgische Dörfer wie Badow (1934- 37) und Neuendorf (1937- 39) zu Stationen seines Lebens.

Nach dem Krieg fand Heinrich Sternberg 1953 dann den Weg in unser grünes Städtchen an die Zentralschule Rehna (Unterricht wurde von 19 hauptamtlichen und 4 nebenamtlichen Lehrern erteilt, 22 Klassen, 686 Schüler).

In diesem Zeitraum fällt auch die Neueinrichtung der 9. Klasse, damit war der Grundstock für die Oberschule Rehna gelegt.

Bis 1976 war er an der Polytechnischen Oberschule Rehna als Lehrer tätig.

Sternberg Heinrich_1980er_bearb_21Der Pilzschaukasten, der Stadtpark und das damalige Landeskulturkabinett sind lebendige Zeugnisse seiner Aktivitäten. Unzählige naturkundliche Berichte verfasste er für die Schweriner Volkzeitung als Volkskorrespondent.

Innigst verbunden war Heinrich Sternberg aber mit einer eher ausgefallenen Gruppe von Lebewesen – den Pilzen. Das schier unüberschaubare Reich der Pilze hatte ihn in seinen Bann gezogen. Gefesselt vom Lockruf der Pilze, zog es ihn alle Jahre wieder in die heimatlichen Wälder, um so manchen pilzigen Gesellen aufzuspüren.

Seit 1957 Orts-, ab 1961 Kreispilzbeauftragter im damaligen Kreis Gadebusch, übernahm er von 1974 an bis 1991 die Aufgaben des Bezirkspilz-sachverständigen für den Bezirk Schwerin. Synchron dazu übernahm seine Frau die Funktion der Ortspilzbeauftragte von Rehna.

Seine umfangreichen Pilzkenntnisse machten ihn weit über die Grenzen Rehnas bekannt. Hat er doch 1980 in den Benziner Tannen, mit 900 (!) Fruchtkörpern, den größten Hexenring der damaligen DDR entdeckt (KREISEL 1981).

Zunehmende Lähmungserscheinungen ließen Heinrich Sternberg ab 1991 nach Kolkwitz (Niederlausitz) ziehen, hier wohnte er gemeinsam mit seiner Frau bei seiner Tochter Ingrid Naumann.

Trotz der Entfernung bestand über die Jahre hinweg ein reger Austausch und Heinrich Sternbergs Neugierde an der weiteren Entwicklung seiner Stadt Rehna wurde gestillt.

foto umweltfondsIm Sommer 1995 bekam die Stadt den Titel „Umweltfreundliche Kommune" im Kommunalen Wettbewerb des Landes Mecklenburg-Vorpommerns durch den damaligen CDU-Umweltminister Jürgen Seidel verliehen. Am 21.9.1995 beschloss als Annerkennung und Dank die Stadtvertretung Rehnas Heinrich Sternberg einstimmig zum Ehrenbürger zu ernennen.

Schon zum damaligen Zeitpunkt ging es Sternberg gesundheitlich immer schlechter und tragischer Weise sollte er einen Dankesbesuch einer Rehnaer Delegation unter dem damaligen Bürgermeister Günther Hippel nicht mehr erleben.

Am 23.10.1995, nur wenige Tage vor seinem 84. Geburtstag, verstarb Heinrich Sternberg in Kolkwitz.

Am 23.10.2000, anlässlich des fünften Todestages unseres Ehrenbürgers Heinrich Sternbergs wurden die gleichnamigen Umweltfonds (Stiftungskapital 50 000 DM) ins Leben gerufen.

Aber Heinrich Sternberg lebt weiter!

Ganz in seinem Sinne werden seit 1999 die „Tage der Pilze" in Rehna unter dem Motto „Auf den Spuren der heimischen Pilzwelt" u. a. mit Pilzwanderungen und einer umfangreichen Ausstellung organisiert.

Am 21.März 2003 gründeten 17 Pilzfreunde den ersten Pilzverein in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Namen Heinrich Sternbergs.

Mit dieser Vereinsgründung gehen die Rehnaer konsequent den Weg weiter, den Heinrich Sternberg einst für Rehna geebnet hat. Der Naturbegeisterte hatte eine umfangreiche Sammlung zu Pilzen rund um Rehna angelegt. Sie gilt es nun weiterzuführen.

Katrin & Torsten Richter, Vorstand

Rehnaer Pilzverein „Heinrich Sternberg" e.V.

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Giftnotruf: 0361 730 730

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