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Dienstag, 04 Juni 2013 12:15

Rehnaer Pilzverein den Morcheln auf der Spur !

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Regen lässt die Pilze sprießen



Rehna – Wiligrad. Ein wenig verrückt ist es schon: Pilze sammeln im Mai! Aber wer die köstlichen Speisemorcheln entdecken will, der muss zur Löwenzahnblüte feuchte Edellaubwälder besuchen. Ganz in diesem Sinne, machte sich gut gelaunt und von der Sonne verwöhnt diesmal eine nur kleine, fast familiäre Schar von Mitgliedern des Rehnaer Pilzvereins Heinrich-Sternberg e.V. auf Morcheltour. Und die schon oft gehörte Redewendung: „schießen wie die Pilze aus der Erde", sollte für die Pilzfreunde zur „köstlichen Realität" werden.

Die Koproduktion von warmen Tagen und zum Teil kräftigen Regenschauern hatte Wirkung gezeigt. Es dauerte nicht lange und die gerade in die Reihen des Rehnaer Pilzvereins aufgenommene Heide-Marie Worm hatte ihre erste Morchel in der Hand. Die „alten Hasen" guckten etwas verschrocken, gratulierten zum Erstfund und dann ging es mit Argusaugen auf die Suche. Und es ging Schlag auf Schlag. In Bergsteigermanier erklommen Frank Fischer und Torsten Richter die lehmigen Buchensteilhänge am Ufer des Schweriner Sees und wurden mehr als belohnt mit den schönsten Morcheln. In anderen Bereichen der Uferterrasse wurden mit „Wünschelruten" die Morcheln im kniehohen Teppich aus Frühlingskräutern aufgespürt. Das grubig-barocke Outfit der hell graubräunlichen bis ockerbräunlichen Fruchtkörper ist bestens angepasst an die fast gleichfarbige Laubschicht. Umso größer war die Begeisterung bei jeder erspähten Morchel.
Nach etwa 2 Stunden Wanderung konnten sage und schreibe 151 prächtige Speisemorcheln in den luftigen Pilzkörben gezählt werden. Über den finanziellen Wert dieses Sammelergebnisses hatten die Pilzfreunde keine weiteren Gedanken verloren. Sie ließen es sich einfach schmecken und das diesmal wirklich ausgiebig!
Aber nicht nur Morcheln lassen derzeit die Herzen der Pilzsammler hoher schlagen. Der anhaltende Regen sorgt bereits für ein kräftiges Wachstum unter Maipilzen und selbst die essbaren Champignons und Hexenröhrlinge sind schon zu finden. Es ist also mit einem interessanten Frühsommeraspekt in der heimischen Pilzwelt zu rechnen. Die Natur hat angerichtet, wir müssen ihr nur folgen wollen, um sie zu entdecken und zu genießen.
Gelesen 3750 mal Letzte Änderung am Dienstag, 04 Juni 2013 12:39