Süddeutscher Pilzspezialist bestimmt interessanten Pilzfund !

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Rehna/ Woitendorf/ Wörth am Main. Auch der anfängliche Regen konnte 15 unverbesserliche, besser hartgesottene Pilzfans nicht abhalten! Zu Gast waren auch wieder einige neue, potentielle Mitglieder. Die Suche nach den vielgestaltigen Hutträgern des Waldes setzt scheinbar ungeahnte Kräfte frei, macht viel Freude und bietet Entspannung pur. Und auch diesmal sollte es nicht nur etwas für die Bratpfanne geben, sondern auch etwas fürs Auge! Ein farblich sehr reizvoller Röhrling im bemoosten Fichten-Eichenmischwald sorgte für helle Begeisterung.

 

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Seine leuchtend goldgelben Röhren und Stiel bildeten einen schönen Kontrast zum rubin- bis purpurroten Hut, dessen feuchte grubig-höckerige Oberfläche im Herbstlicht glänzte. Die Anwesenden schauten dem Vereinschef in die Augen, der hatte aber auch keinen Namen für dieses farbliche Zauberwerk in Pilzgestalt parat. Hilfe bot das Internet und der gute überregionale Kontakt des Rehnaer Pilzvereins zu diversen Spezialisten in Deutschland.

Dr. Jürgen Schreiner, ein auch über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannter Spezialist für Röhrlinge, der auch durch mehrere Publikationen auf diesem Gebiet bekannt ist, half zügig und stillte die Neugierde der teilnehmenden Entdecker!

Per e-mail wurden Bilder und Beschreibung des Fundes auf die Reise gebracht und noch am selben Abend flatterte die Antwort ins Haus. „Bei dem Fund handelt es sich um Xerocomus pruinatus (Fr.) Quel.. Diese Art hat zwar normalerweise eine kräftig braune Huthaut mit roter Subkutis, doch kann in selteneren Fällen (oft witterungsbedingt) auch die rote Farbe dominieren. Es ist allerdings recht ungewöhnlich, dass eine komplette Kollektion auch bei Jungexemplaren schon so freudig rot gefärbt daherkommt. Schön!“, so die Antwort des Spezialisten vom Main. Ein optischer Leckerbissen, der auch in den nächsten Tagen in Wort und Bild auf der vereinseigenen Homepage (www.pilzverein-rehna.de) vorgestellt und von Interessierten jederzeit so nachempfunden werden kann. Dieser dem bekannten Rotfußröhrling nahestehende Pilz ist übrigens essbar, wird aber wohl oft nicht erkannt. Bemerkenswerte Funde waren weiterhin der wunderschöne Dornige Stachelseitling und der Pinsel-Mürbling, beide Funde sind ebenfalls unter www.pilzverein-rehna.de zu begutachten.

Im Anschluss wurden wieder die Körbe kontrolliert, damit nichts Ungenießbares bzw. Giftiges auf den Teller gelangt. Und zum Schluß, wie sollte es auch anders sein! Gab es wieder frischen Kuchen mit „regionalen Früchten“ obenauf! Katrin Richter hatte diesmal frischen Apfelkuchen mit dicken Zuckerstreuseln gebacken. Nächste Wanderung am Sonntag dem 1.November, Treff um 9.30 Uhr vor dem Langen Haus in Rehna.

 

Torsten Richter

 

 

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