Gruppenbild von der Morchelwanderung 2009

Rehna/ Wiligrad. Ein wenig verrückt ist es schon: Pilze sammeln im Mai! Aber ein altes Pilzsprichwort lautet: Blüht der Löwenzahn – wächst die Morchel!

Und der Löwenzahn blühte herrlich am 1.Mai als sich einige Mitglieder des Rehnaer Pilzvereins Heinrich Sternberg e.V. trafen! Es ging in Richtung Wiligrad, an den Schweriner See. Und so begab sich die gut gelaunte und von der Sonne verwöhnte, buntgemischte Schar auf Morcheltour.

Mit Argusaugen wurde der Boden entlang der Uferterrassen des Schweriner Sees abgesucht. Fast zwei Stunden der vergeblichen Suche vergingen. Hatte das langanhaltende trockene, sonnige Wetter es geschafft – keine einzige Morchel weit und weit! Dann aber ging es Schlag auf Schlag! Aus der frischgrünen Krautschicht schaute das Wabenmuster des Hutteiles die Pilzfreunde an und verriet die Anwesenheit der köstlichen Speisemorcheln (lat.: Morchella esculenta)! Das gewundene Outfit der hell graubräunlichen bis ockerfarben Fruchtkörper ist bestens angepasst an die fast gleichfarbige Laubschicht. Umso größer war die Begeisterung bei jeder erspähten Morchel!

So bekamen an diesem Tag auch die Neumitglieder endlich eine Morchel in „freier Wildbahn“ zu Gesicht, die sie bislang meist nur vom Lesen und Blättern in „Luxuskochrezepten“ kannten! Neben Trüffeln gehören die Speisemorcheln sicher zu den exklusivsten und begehrtesten Pilzen.

Mailpilz calocybe gambosa
Britt-Moniq Etzelsberger und
Alexander Glomb
Maipilz (Calocybe gambosa)
Speisemorchel (Morchella esculenta)

Die erfolgreichsten „Morchelfinder“ waren diesmal Britt-Moniq Etzelsberger und Alexander Glomb (Foto). Eine Morchelmahlzeit hatte aber auch Pilzfreund Thomas Müller. Neben den Morcheln fand sich aber noch ein weiterer Speisepilz in den Körben. Der meist cremeockerfarbene Maipilz erblickte an mehreren Stellen das „Licht der Welt“ und erfreute die Pilzsüchtigen. Sicheres Erkennungsmerkmal ist sein mehliger Geruch mit einer gewissen „Gurkenkomponente“. Vorgestellt wurden während der Wanderung neben Schuppigen Porlingen und Faltentintlingen auch Pflanzen wie Winterschachtelhalm, Alpensockenblume, Vielblütige Weißwurz, die chlorophyllfreie Schuppenwurz und der interessante Aronstab!

Bestaunt wurde dann noch eine mächtige Tanne (!). Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Vereinsmitglieder dann Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und sonnten sich auf dem Rasen des Schlosses Wiligrad unter den alten Parkbäumen. Alle Anwesenden waren sich einig, die Wanderung entlang des Schweriner Sees war nicht nur lehrreich, sondern auch erholsam.

Giftnotruf: 0361 730 730

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