Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der Pilze

 

Rehna (Von Iris Weiß) • In Rehna hat es am Wochenende die 7. Pilztage gegeben. Und obwohl in den Wäldern zur Zeit eine Pilzflaute herrscht, konnten im Kreuzgang der Rehnaer Klosteranlage rund 240 Pilzarten präsentiert werden. Noch vor vier Wochen gab es eine regelrechte Pilzschwemme. „Doch jetzt war es eine absolute Fleißarbeit, die Körbe für die Ausstellung zu füllen. Das haben wir nur mit Hilfe vieler Freiwilliger aus dem Kindergarten, der Schule, dem Verein und auch der Bevölkerung geschafft“, meinte der Vereinsvorsitzende Torsten Richter. Was die fleißigen Helfer zusammengetragen hatten, davon konnten sich am Wochenende zahlreiche Interessierte überzeugen.

„Wir haben auf unserer Durchreise extra einen Abstecher hierher gemacht“, erzählten zum Beispiel Heidi und Erich Teuschel aus Burg Stargard. Einige Arten suchten sie in der Ausstellung allerdings vergeblich, wie den Steinpilz oder den Hallimasch.

Als absolute Rarität hatten der Braunhaarige Wurzelrübling (Xerula longipes) und der Stäubende Zwitterling (Nyctalis asterophora) einen Ehrenplatz in der Ausstellung. Der Zwitterling war ein Neufund im Woitendorfer Wald. Für diese Region führt der Verein eine wissenschaftliche Liste mit derzeit 740 Arten. Auch der Pilz des Jahres 2006, der Ästige Stachelbart (Hericium coralloides), war in der Ausstellung zu sehen, genau wie Riesenchampignons, die Roland Lebendig aus Schönberg mitbrachte. Seit drei Jahren ist der Metallbauer mit wachsender Begeisterung Mitglied im Pilzverein. Dass er sich ein erstes Fachwissen angeeignet hat, bewies er beim Pilzquiz. Nur er und Gudrun Zubke-Höpel lösten alle elf Fragen fehlerlos und gewannen ein Sachbuch, das wie jedes Jahr von der Buchhandlung Schnürl & Müller gestiftet wurde.

Zu den Tagen der Pilzen zählte erneut eine Lehrwanderung mit Prof. Dr. Jürgen Schwik, Irena Dombrowa und Reinhold Krakow. Sie verrieten den 30 Teilnehmern im Woitendorfer Wald so manches Pilzgeheimnis. „Man lernt immer was dazu“, freute sich Margret Horstmann aus Köchelstorf.

Nach der Rückkehr erhielten die Naturfreunde eine Pilzsuppe und Bowistschnitzel. Alexander Glomb servierte dazu Räucherfisch. In Ruhe konnten sich die Besucher bis gestern Abend auch Naturfotografien von Christoph Völzer sowie die 20 schönsten Zeichnungen aus dem Kunstwettbewerb der Regionalen Schule ansehen, die ebenfalls in die Ausstellung integriert waren.

aus SVZ vom 09. Oktober 2006

Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
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